17.05.2016 33 Feuerwehrleute haben Truppmannausbildung geschafft

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Truppmann2016

Endlich ist es geschafft. Am 14.05.2016 haben 33 Frauen und Männer aus den Feuerwehren Lengerich, Lienen, Ladbergen, Tecklenburg und der Werkfeuerwehr Dyckerhoff ihre Ausbildung zum Truppmitglied erfolgreich abgeschlossen. Die Wehrführer, Ausbilder und Gäste der einzelnen Kommunen konnten den neuen Feuerwehrleuten sehr gute Ergebnisse bei den letzten Prüfungen bescheinigen. In einer dreistündigen Abschlussübung bewiesen die Lehrgangsteilnehmer eindrucksvoll ihr hervorragendes Können.
Doch was ist eigentlich die Truppmann(frau)ausbildung?
Es ist die Grundausbildung, die alle neuen Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren erhalten, um als Feuerwehrmann-/frau eingesetzt werden zu können. Sie dauert 160 Stunden und soll die neuen Angehörigen befähigen grundlegende Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz auszuführen.
Das erfolgreiche Absolvieren der Grundausbildung ist Voraussetzung für alle weiteren Ausbildungen wie z.B. Atemschutzgeräteträger, Maschinist und Truppführer.
Am 26.09.15 fanden sich 36 Lehrgangsteilnehmer, zwischen 17 und 49 Jahren, erstmalig im Schulungsraum der Feuer- und Rettungswache Lengerich ein und lauschten gespannt den Worten des Ausbildungsleiters Stefan Niendorf. Er erläuterte ausführlich mit welchen Themen sie sich die kommenden Monate beschäftigen würden. Zum Beispiel: Welche Aufgaben hat die Feuerwehr?, Wie und warum brennt was?, Wie löscht die Feuerwehr? Was ist technische Hilfeleistung?
Die Stimmung war nach der ersten Einführung ziemlich gedrückt. Wie kann man so viel in so kurzer Zeit lernen? Aber auch hier konnte der Brandoberinspektor die Teilnehmer beruhigen. Die Ausbildung wird von hochqualifizierten Ausbildern durchgeführt, welche über langjährige Erfahrung in der Feuerwehrausbildung verfügen, und alles daran setzen werden, jedes neue Mitglied durch den Lehrgang zu führen.
Die Ausbildung fand vorwiegend an den Wochenenden statt, da nur dann genügend Zeit zum Üben war. Hinzu kam, dass das Erlernte mit 4 schriftlichen und 4 praktischen Prüfungen nachgewiesen werden musste.
Viele Stunden vergingen und die Auszubildenden wurden immer sicherer in dem Erlernten. Gleichzeitig stieg der Respekt vor der Tätigkeit mit dem Wissen, was gebraucht wird um Menschen und Sachwerte sicher zu retten und zu schützen. Aufgaben wie Brandbekämpfung, Vornahme von verschiedenen Leitern und Geräten, Maßnahmen zur Menschenrettung wurden immer routinierter ausgeführt.
Es gab auch sicherlich Momente, in denen sich die Teilnehmer die Frage stellten, warum sie das alles auf sich genommen haben. Private Dinge, wie z.B. Familie, Hobbies, Sport aber auch Partys blieben auf der Strecke.
Aber genau das macht vielleicht den Reiz aus: Junge und ältere Kameraden arbeiten hier Hand in Hand und erreichen gemeinsam ein Ziel. Jeder kann bei der Feuerwehr seine Fähigkeiten einbringen, egal ob er Kaufmann, Techniker, Schlosser oder Schüler ist. Es ist die einzigartige Verbindung zwischen Technik, Kameradschaft, körperlichen Anforderungen, Mut und dem Willen sich der Verantwortung am Gemeinwohl zu stellen, die den Reiz der freiwilligen Feuerwehr ausmachen.
Jetzt, wo der erste Schritt der „Feuerwehrkarriere“ abgeschlossen ist, sind sich alle Teilnehmer sicher, dass sich die 160 stündige Ausbildung gelohnt hat. Sie freuen sich darauf, ein vollwertiges Mitglied der Feuerwehrgemeinschaft zu werden und für die Sicherheit der Menschen in Lengerich und Umgebung zu sorgen. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Raphael Meier versprach sich für eine zeitnahe Durchführung der folgenden Lehrgänge einzusetzen.
Ein besonderer Dank gilt den Ausbildern und den Verantwortlichen der Wehren, die uns seit dem 26.09.15 begleitet haben und immer mit Rat und Tipps zur Seite standen. Einen weiteren Dank geht auch an die Familien und Arbeitgeber der Feuerwehrleute, denn ohne deren Rückhalt und Verständnis wäre das Ehrenamt nicht möglich.