Wenn’s brennt, wissen wir Bescheid – die 8c zu Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr Lengerich
Am 20. November 2025 besuchte die Klasse 8c gemeinsam mit Herrn Frölke und Frau Krausmüller im Rahmen des Chemieunterrichts zum Thema „Brände und Brandbekämpfung“ die Freiwillige Feuerwehr Lengerich.
Zu Beginn stellte Unterbrandmeister Michael Herrmann die vielfältige Arbeit der Feuerwehr vor. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche Aufgaben die Feuerwehr erfüllt – Löschen, Bergen, Schützen, Retten – und wie wichtig jede einzelne dieser Aufgaben im Alltag ist. Anschließend ging es um die Frage: „Wen rufe ich im Notfall an – und wie verhalte ich mich bei einem Notruf?“
Besonders eindrücklich war der Themenblock „Hilfe, in der Küche brennt’s!“. Anhand eines Videos über eine Fettbrandexplosion wurde deutlich, wie gefährlich falsches Verhalten – etwa das Löschen mit Wasser – sein kann und wie man es stattdessen besser macht. Hierbei wurde chemisch erklärt, dass das extrem erhitzte Fett das eingebrachte Wasser schlagartig verdampft und der explosionsartige Dampfausstoß brennende Fetttropfen meterweit verteilt – eine gefährliche sogenannte Fettexplosion.
Ein weiterer wichtiger Punkt war das Thema Rauchmelder. Die 8c lernte, warum Rauchmelder lebensrettend sind, wo sie angebracht werden müssen und wie sie überhaupt funktionieren. Dabei wurde erklärt, dass moderne Rauchmelder meist nach dem fotoelektrischen Prinzip arbeiten, bei dem Rauchpartikel einen Lichtstrahl im Inneren des Geräts streuen und so den Alarm auslösen.
Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass ein Löschfahrzeug zwar mehrere tausend Liter Wasser mitführt, dieser Vorrat jedoch nur für wenige Minuten ausreicht – insbesondere, wenn mit einem leistungsstarken Hohlstrahlrohr gearbeitet wird. Dadurch wurde deutlich, wie entscheidend es ist, schnell eine stabile Wasserversorgung über Hydranten aufzubauen.
Auch die Jugendfeuerwehr wurde vorgestellt: Welche Aktionen sie bietet, wie Kinder dort aktiv werden können und welche spannenden Aufgaben sie übernehmen dürfen. Dabei wurde betont, dass die Jugendfeuerwehr eine wichtige Nachwuchsquelle für den späteren aktiven Dienst darstellt und grundlegende Ausbildung wie Knotenkunde, Erste Hilfe und der Umgang mit feuerwehrtechnischen Geräten umfasst.
Nach der Theorie wurde es für die Schülerinnen und Schüler richtig spannend: In Kleingruppen konnten sie verschiedene Stationen rund um den Einsatzalltag der Feuerwehr erkunden.
1. HLF – Das Hilfeleistungslöschfahrzeug
Hier entdeckten die Jugendlichen die Ausrüstung eines modernen Feuerwehrautos: Werkzeuge für Verkehrsunfälle, hydraulische Schere und Spreizer, Schläuche, Hohlstrahlrohre, Wasserwerfer und das Rettungskissen, das heute das klassische Sprungtuch ersetzt. Die Schülerinnen und Schüler durften auf den hinteren Sitzen Platz nehmen – dort, wo sich Angriffs-, Sicherungs- und Wassertrupp während der Fahrt ausrüsten – und mithilfe der Wärmebildkamera Oberflächentemperaturen messen. Dabei lernten sie, dass Wärmebildkameras Infrarotstrahlung sichtbar machen und so selbst durch dichten Rauch Orientierung ermöglichen, etwa zur Personensuche oder zur Erkennung versteckter Glutnester.
2. RTW – Der Rettungswagen
Im Rettungswagen lernten die Jugendlichen wichtige medizinische Geräte wie das EKG und den Defibrillator kennen und erfuhren, dass jeder Rettungswagen neben Verbandsmaterial, Medikamenten, Sauerstoffversorgung, Infusionen und einem Stuhl für Treppen auch eine Bohrmaschine an Bord hat – natürlich aus ganz praktischen medizinischen Gründen.
3. Feuer löschen – aber richtig!
An dieser Station durften die Schülerinnen und Schüler selbst ausprobieren, wie ein Löschangriff funktioniert: Schlauch ankuppeln, Hohlstrahlrohr einstellen und beobachten, wie stark der Rückstoß bei 300 Litern Wasser pro Minute ist. Viele staunten, wie schwer ein prall gefüllter Schlauch wirklich zu halten ist. Zudem erfuhren sie, wie wichtig die richtige Wahl der Löschtechnik ist – von Sprühstrahl zum Mannschutz bis zum Vollstrahl für größere Distanzen.
Am Ende des Besuchs waren sich alle einig: Die Exkursion war spannend, lehrreich und voller eindrücklicher Erfahrungen. Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich viel Freude und nahmen wertvolles Wissen für den Alltag und den Chemieunterricht mit.
Ein herzliches Dankeschön an die Freiwillige Feuerwehr Lengerich für diesen großartigen Einblick in ihre Arbeit!
